Vergolder

A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z

Auswahl Branchen-Buchstabe
 
Vergolder ist die Berufsbezeichnung eines Handwerks, das sich mit der Veredelung und Gestaltung von Oberflächen jedweder Art beschäftigt, beispielsweise durch mechanisches Aufbringen von Blattgold und anderer Blattmetalle auf metallische und nichtmetallische Trägermaterialien.[1][2]
Das Handwerk des Vergolders ist aus dem Malerhandwerk hervorgegangen und befasst sich mit dem Vergolden und Bronzieren von Bau-, Raum- und Einrichtungselementen, dem Vergolden von Plastiken, Flächenschmuck sowie Arbeiten der Außenwerbung. Darüber hinaus werden die zu bearbeitenden Oberflächen kunstvoll durch Hoch- und Tiefreliefs, etwa durch die Fertigung von Verzierungen, Gravuren, Masse- oder Kreidegrundauftrag und weitere Techniken gestaltet. Zudem befasst sich das Handwerk mit dem Vergolden von Papier, Pergament, Leder, Textilien und Glas. Hauptsächlich kommen bei der Berufsausübung zwei Techniken zur Anwendung: die Polimentvergoldung und die Ölvergoldung.
Nicht zum Tätigkeitsbereich eines Vergolders gehören in der Regel die chemischen Vergoldungsarten, wie die Elektrolyse aus einer Goldsalzlösung (siehe Galvanotechnik) oder die Feuervergoldung durch Verdampfung des Quecksilbers aus einem aufgebrachten Goldamalgam.

Frühe Quellen
Blattvergoldungen sind seit der Antike bekannt. In ägyptischen Gräbern sind an Särgen, Mumien usw. heute noch gut erhaltene Vergoldungen zu finden. Von den griechischen Vergoldungen gibt es keine Spuren mehr, jedoch ist aus schriftlichen Quellen bekannt, dass Vergoldungen allgemein üblich waren, z.B. bei der Ausgestaltung privater und öffentlicher Gebäude, in der Ornamentation, an Statuen usw.
Über die römischen Vergoldungen berichtet Plinius. Er gibt erstmals Informationen zur Technik des Vergoldens in der Antike. "Auf Marmor und jenen Gegenständen, die nicht geglüht werden können, befestigt man das Gold mit dem Weißen des Eies, auf Holz mit einer leimartigen Mischung, die man Leukophoron nennt". Aus dem anschließenden Rezept wird ersichtlich, dass es sich dabei um Polimentvergoldung handelt. In den frühen Jahrhunderten nach Christus entwickelt sich dann die Ölvergoldung.
Aus der spätrömischen Kaiserzeit sowie dem byzantinischen Reich und dem anschließenden Mittelalter stehen umfangreiche Quellen zur Verfügung, in denen ausführliche Angaben zu allen gebräuchlichen Techniken gemacht werden. Die Vergoldung fand in dieser Zeit eine breite Verwendung z.B. in der Buchmalerei.

Polimentvergoldung
Die Polimentvergoldung oder auch Polimentglanzvergoldung kommt nur in Innenräumen zur Anwendung, da ihre technische Struktur keinen Schutz vor Feuchtigkeit gewährt. Diese Vergoldungsart ist einzigartig, da mit einem viertausendstel Millimeter dicken Blattgold Oberflächen geschaffen werden, die von massivem Gold nicht zu unterscheiden sind. Die häufigste Anwendung war in der Frühzeit das Schmücken von Altären und christlichen Figuren, wurde dann im Wandel der Zeit für aufwendige Bilderrahmen verwendet. Erste Vergoldungen an Bilderrahmen gab es in der Gotik, als an dem Wasserschlag Verzierungen vergoldet wurden und fanden ihren Höhepunkt in der Vergoldung von prunkvollen Louis-XIII-Rahmen.
Als Auflage dient der Polimentvergoldung ein Kreidegrund aus Champagner- oder Bologneser-Kreide, die mit organischem Leim gebunden ist. Dieser Kreidegrund wird in mehreren Schichten, meist 4-8 Schichten, aber teilweise auch bis zu 20, aufgetragen. Die Anzahl der Schichten richtet sich nach der Weiterverarbeitung. Die Polierfähigkeit nimmt zu, je mehr Kreidegründe aufgetragen werden. Außerdem sind viele Kreidegründe erforderlich, wenn nach Fertigstellung der Vergoldung noch punziert werden soll. Sehr wichtig ist, dass die Leimkonzentration bei jeder Schicht abnimmt (Aufbau mager auf fett). Dadurch entstehen weniger Oberflächenspannungen beim Trocknen. Diese Vorgehensweise ist beim gesamten Aufbau zu berücksichtigen. Auf den getrockneten und anschließend geschliffenen Kreidegrund erfolgt der Polimentaufstrich. Dazu wird ein feiner Bolus von meist roter, gelber oder graublauer Färbung benutzt. Dieser Ton wird, nachdem er mit venezianischer Seife (eine Seife auf Olivenölbasis) und organischem Leim (meist Hautleim) oder Eiweiß präpariert wurde, nun Poliment genannt. Nachdem der Polimentaufstrich aufgetragen und getrocknet ist, wird die Stelle, die nun vergoldet werden soll, mit der "Netze" (Wasser und 15 bis 30-prozentigem Ethanol in früherer Zeit auch Branntwein) angefeuchtet. Es sollte destilliertes Wasser verwendet werden, um Kalkflecken auf der fertigen Vergoldung zu vermeiden. Das Gold wird mit dem Anschießer aufgetragen oder früher mit dem Bilboquet in die mit Netze befeuchtete Stelle "angeschossen". Es wird deshalb 'angeschossen' genannt, da die Netze eine ganz geringe Oberflächenspannkraft hat und somit das Blattgold schlagartig auf die Flüssigkeit schießt. Als Anschießer wird ein flacher Pinsel bezeichnet. Er besteht bei der Verarbeitung von Blattgold meist aus Fehhaar, das zwischen zwei Pappstreifen montiert ist. Beim Anschießen von Echtsilber wird auch ein Anschießer verwandt, allerdings mit viel dickeren Haaren. Der Anschießer wird leicht gefettet. Je nach zu verarbeitendem Blattmetall werden unterschiedliche Fette benutzt. Bei Blattgold ist es üblich, den Anschießer durch Streichen über die Wange oder das Haupthaar leicht anzufetten; bei Blattsilber wird ein sehr gutes Ergebnis mit Petroleum erreicht. Nachdem die gesamte Fläche so vergoldet und anschließend durchgetrocknet ist, kann das Gold mit einem Polierstein (Hämatit, Achat) auf Hochglanz gebracht werden.

Ölvergoldung
Die Ölvergoldung findet Anwendung auf Stein, Metall, Textilien und im Außenbereich. Sie kann nicht wie die Polimentvergoldung poliert werden, ist aber im Gegensatz zu ihr wetterbeständig. Die Vorbereitung des Grundes beschränkt sich hierbei auf einen Ölanstrich, der mit der Zeit antrocknet, bevor das Gold "angeschossen" wird. Das Anlegeöl (Mixtion) ist ein langsam klebefrei auftrocknendes Öl, das aus Leinöl, Bleiglätte (PbO) und Terpentinöl hergestellt wird.

Weitere Techniken
Weitere Techniken sind die Mordentvergoldung (auf Wachsbasis), die Vergoldung mit Eiweiß und mit Gelatine (Hinterglasvergoldung). Bei den Metallen werden sowohl Gold, Farbgold, Silber wie auch Aluminium, Zinn, Bronze und andere Kupferlegierungen verwendet.

Anwendung
Das Handwerk kommt vorwiegend bei der Restaurierung alter Kunstwerke und von Architekturteilen sowie bei der Herstellung von Bilderrahmen und der Gestaltung von Büchern und Werbeflächen zum Einsatz.

Quelle Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/
wiki/Vergolder

    

IN IST WER DRIN IST ...

Online-Werbung im Internet-Netzwerk www.spessartland.de

Die Homepage Spessartland ist als Netzwerk für die Wirtschafts-Region Mainviereck mit dem Ziel konzipiert, die kontinuierliche Weiterentwicklung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region SPESSART als aktiven sowie attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraum zu fördern.

Das Portal liefert Ihnen einen Überblick über Gewerbe (Handwerker, Handel, Dienstleister, Geschäfte verschiedenster Art), regionale Produkte, Branchen von A bis Z, Natur, Kultur, Events, Aktivitäten wie wandern, radfahren etc. sowie sonstige Informationen aus der Region.

Somit wird die Möglichkeit geboten, effizient und günstig zu werben indem Sie Ihr Unternehmen und Ihre Produkte in www.spessartland.de präsentieren.

Ihr Unternehmen in der Homepage Spessartland oder in proSpessart zu präsentieren bedeutet, effizient und günstig online werben auf einer besucherstarken Internetseite für die Spessartregion im gesamten Mainviereck.

Wir besprechen mit Ihnen Ihre Homepage-Wünsche und individuellen Anforderungen, definieren diese Ziele und setzen sie dann in ein mediengerechtes und zielgruppenorientiertes Konzept um. Sie erhalten eine sinnvolle Struktur, informative Inhalte und ein einheitliches und ästhetisches Erscheinungsbild.

Somit kreieren wir aus Ihren Firmendaten eine Designer-Seite mit Beschreibung und Fotos, präsentieren ihr Unternehmen und steigern Ihren Bekanntheitsgrad incl. Optimierung von Image und Wettbewerbsfähigkeit, indem Ihre Werbung auf einer besucherstarken Internetseite platziert wird.

Darüber hinaus werden individuelle Firmenbegriffe für Suchmaschinen gespeichert (z.B. "Bau"), die Ihre Seitenpräsentation in Suchmaschinen finden lassen.

Gefunden werden Sie jedoch nur, wenn wir Ihre Seite mit spezifischen Suchmaschinen-Schlagwörtern füllen. Und verstanden werden Sie im Anschluss nur, wenn wir dementsprechend aussagekräftig gestalten.

Denn Ihre Seiten-Besucher sollen nicht nur Interessenten sondern letztendlich auch Neukunden werden.

Und wenn Sie dann in Google nach "bau im spessart" oder "bau im mainviereck" suchen, so erscheint proSpessart & Spessartland von jeder Menge Auswertungsseiten meistens vorne. Und vorne bedeutet, unter den ersten drei Ergebnisseiten aufgeführt zu sein.

P R E I S / LEISTUNG
  • Beschreibung mehrerer DIN A4 Seiten kreiert auf eine Scroll-Seite (Seitenanfang / Seitenende per Scrollsystem und Button)

  • Internetgerechte Bildbearbeitung

  • 10 Fotos wobei bei Anklick auf ein Foto dieses in Großformat erscheint (bei Bedarf auch mehr Fotos)

  • automatischer Bildwechsel im Seitenkopf (wie diese Seite)

  • Verlinkung mit Ihrer vorhandenen Homepage

  • Suchmaschinenoptimierung

  • Seitenbehandlung wie ein eigenständiger Internetauftritt (mit Domain proSpessart oder Spessartland und Ihren Firmennamen)
Nutzen Sie die Chancen dieser Internetwerbung und präsentieren Sie Ihr erfolgreiches Unternehmen, denn nur wer präsent ist, bleibt auch weiterhin im Gespräch.
Und das für nur 5,-- € monatlich mit jederzeitiger Kündigung spätestens drei Monate vor Jahresabschluss.

Sollten Sie eine eigene Homepage mit  Domaine wünschen so stehen wir für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne zu Verfügung.

Branchen-Internetauftritte
bitte hier klicken ...


Setzen Sie sich mit Spessartland in Verbindung unter eMail: info@spessartland.de und Telefon 01575 / 587 1668.

 
Spessartland