Elektriker

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Auswahl Branchen-Buchstabe
Elektriker bzw. Elektroinstallateur ist ein Beruf im Elektrohandwerk und unter anderem für Entwicklungen[1] Installation und Reparatur elektrischer Anlagen zuständig.
Er arbeitet vor allem im Elektroinstallations-handwerk, im Elektrofachhandel und bei Energieversorgungs-unternehmen. Als Betriebselektriker sind sie für die Instandhaltung der elektrischen Anlagen zuständig und können in allen spezifisch zugehörigen Branchen arbeiten. Bei der Anlageninstallation arbeiten sie hauptsächlich auf Baustellen, bei der Instandhaltung in Betriebsanlagen oder auch in Wohnungswesen.

Ausbildung in Deutschland
Die Ausbildung zum Elektroinstallateur ist in Deutschland seit dem 1. August 2004 nicht mehr möglich, die Berufsbezeichnung wurde durch den Elektroniker - Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik ersetzt. Gleichzeitig haben sich auch die Ausbildungsinhalte geändert. Ebenso wird die Prüfung anders bewertet als zuvor. Die Ausbildung dauerte 3 1/2 Jahre.

Ausbildung in der Schweiz
Montage-Elektriker EFZ
Die Lehre zum Montage-Elektriker dauert in der Schweiz drei Jahre.[2] Die Ausbildung zum Montage-Elektriker ist unter dem Elektroinstallateur angesiedelt. Die drei Ausbildungsorte sind Betrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse. Die übliche Weiterbildung ist die verkürzte Zusatzlehre zum Elektroinstallateur EFZ.

Elektroinstallateur EFZ
Die Lehre zum Elektroinstallateur dauert in der Schweiz vier Jahre. Die drei Ausbildungsorte sind Betrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse.

Elektro-Sicherheitsberater/in
Die nächste Stufe im Bereich Elektroinstallation ist die Berufsprüfung als Elektro-Sicherheitsberater. Die Weiterbildung für die Prüfung erfolgt zumeist in berufsbegleitenden Kursen. Die Dauer beträgt etwa zwei bis drei Semester.[3] Voraussetzung sind u.a. ein einschlägiger Lehrabschluss, zwei Jahre Berufspraxis auf dem Gebiet sowie der bestandene Berufsbildnerkurs. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Führen des Titels "Elektro-Sicherheitsberater/in mit eidg. Fachausweis (FA)". Elektro-Sicherheitsberater sind kontrollberechtigt im Sinne der Niederspannungs-verordnung.

Elektro-Projektleiter
Aufbauend auf dem Elektro-Sicherheitsberater kann die Weiterbildung zum Elektro-Projektleiter angegangen werden. Der Abschluss bildet die Berufsprüfung als Elektro-Projektleiter. Die bestandene Prüfung berechtigt zum Führen des Titels "Elektro-Projektleiter/in mit eidg. Fachausweis (FA)". Elektro-Projektleiter sind kontrollberechtigt im Sinne der Niederspannungs-verordnung.

Diplomierter Elektroinstallateur
Die Prüfung zum diplomierten Elektroinstallateur ist eine höhere Fachprüfung. Die höhere Fachprüfung entspricht der deutschen Meisterprüfung und umgekehrt.[4] Voraussetzung sind u.a. die bestandene Berufsprüfung als Elektro-Projektleiter oder Elektro-Kontrolleur. Die Weiterbildung für die Prüfung erfolgt zumeist in berufsbegleitenden Kursen. Die Dauer beträgt etwa zwei bis vier Semester.[5] Dipl. Elektroinstallateur sind fachkundig im Sinne der Niederspannungs-verordnung.

Arbeitsmittel
Elektroinstallateure installieren elektrische Anlagen und Geräte und montieren, warten und reparieren vor allem elektrische Betriebsmittel, zum Beispiel elektrische Schaltanlagen, Geräte, Maschinen, Steckdosen, Leuchten. Sie installieren auch Anlagen der Kommunikations-technologie wie Antennenanlagen, Telefonanlagen (zum Beispiel in Bürogebäuden) oder EDV-Anlagen (wie etwa Patchfelder). Hierfür handhaben sie Werkzeuge, Geräte und Maschinen wie Mauernutfräse, Seitenschneider, Abisolierzangen, Schraubendreher, Lötkolben, Mess- und Prüfgeräte und verschiedene Werkstücke wie Bleche und Profile. Sie verwenden Verbindungs- und Befestigungsmaterialien wie Kabel, Drähte und Steckverbinder.
Sie richten sich dabei nach Zeichnungen und Plänen und setzen Arbeitsunterlagen wie Berechnungstabellen und Formelsammlungen ein. Hierbei verwenden Elektroinstallateure auch den Computer.
Sie arbeiten mit Stark- und Schwachstrom, in der Regel bei Niederspannung bis zu 1000 Volt.

Für Arbeiten an Mittel- und Hochspannungsanlagen wird in Deutschland eine gesonderte Qualifikation benötigt. In der Regel tragen sie Arbeits- und Sicherheitsbekleidung. Dazu gehören unter anderem meist eine Arbeitshose und schutzisolierte Sicherheitsschuhe. Für Starkstromtechniker bzw. Schalttechniker in Hochspannungsanlagen wie zum Beispiel eine Trafostation, gehören auch unterarmlange, schutzisolierte Schutzhandschuhe und ein Schutzhelm mit selbstschwärzendem Visier zur Ausstattung.
In der Schweiz existiert für Tätigkeiten an Mittel- und Hochspannungsanlagen der eigenständige Beruf Netzelektriker.

Zusammenarbeit
Sie arbeiten eng mit Baustellenleitern, Werkstattmeistern, Ingenieuren, Technischen Leitern und Betriebsinhabern zusammen. Im Servicebereich und bei der Montage haben sie direkten Kundenkontakt.

Lohn als Elektroinstallateur
In der Schweiz verdient man als ausgebildeter Elektroinstallateur oder als ausgebildete Elektroinstallateurin im Durchschnitt zwischen 4'400 und 4'800 Franken pro Monat. Hat man erst gerade die Ausbildung abgeschlossen bewegt sich der Lohndurchschnitt zwischen 4200 und 4'300 Franken pro Monat. [6]

Arbeitsbedingungen
Elektroinstallateure sind bei der Arbeit im Freien Witterungseinflüssen, zum Beispiel Kälte, ausgesetzt. Oft arbeiten sie bei ungünstigen Lichtverhältnissen, in gebückter Haltung oder an schlecht zugänglichen Stellen sowie auf Leitern, Gerüsten und Masten. Sie müssen schwere Lasten bewegen, wofür meist keine mechanischen Hilfen zur Verfügung stehen. Bei der Verwendung einer Schlitzmaschine zur Vorbereitung einer Unterputzinstallation sind sie lungengängigem Gesteinsmehl und kreischendem Lärm ausgesetzt. Aufgrund von Arbeitsschutz-verordnungen sind ein passender Gehörschutz, Filtermasken und Schlitzfräsen mit einer wirksamen Absaugeinrichtung vorgeschrieben. Bei richtigem Einsatz dieser Hilfsmittel lässt sich die Staub- und Lärmbelastung auf ein erträgliches Maß reduzieren.
Sie führen ihre Arbeiten überwiegend eigenständig durch. Insbesondere bei Installationsarbeiten zu vorgegebenen Terminen arbeiten sie unter Zeitdruck.
Frauen gelten in Österreich entgegen Männern als Schwerarbeiter im Sinne der Schwerarbeitsverordnung und der dazu ergangenen Berufsliste.[7][8] Dienstgeber haben das Vorliegen von Schwerarbeit bei Frauen ab dem vollendeten 35. Lebensjahr (Männer ab dem 40. Lebensjahr) selbstständig der Krankenversicherung zu melden (§ 5 Schwerarbeitsverordnung).

Tätigkeitsbezeichnungen

Auch übliche Berufsbezeichnungen/ Synonyme
Elektriker
Installateur (Elektroinstallation)
Monteur (Elektroinstallation)
Geselle (Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik)

Berufsbezeichnungen in Deutschland nach Neuordnung der Elektro-Handwerksberufe 2003
Elektroniker/ Automatisierungstechnik
Elektroniker/ Betriebstechnik
Elektroniker/ Energie und Gebäudetechnik
Elektroniker/ Informations- und Telekommunikation-stechnik
Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik
Informationselektroniker Büro Systemtechnik
Informationselektroniker/ Geräte und Systemtechnik
Systemelektroniker
Abweichende Berufsbezeichnungen der ehemaligen DDR
Elektromonteur
Elektromontierer

Berufsbezeichnungen in der Schweiz
Elektroinstallateur
Elektromonteur (bis 2007)

Berufsbezeichnungen in Österreich
Elektromonteur
Elektrotechnik (Modullehrberuf). Dieser Lehrberuf ersetzt seit 1. Juli 2010 die Vorläufer-Lehrberufe Anlagenelektriker, Elektroanlagentechniker, Elektrobetriebstechniker, Elektroenergietechniker, Elektroinstallations-techniker und Prozessleittechniker. [9]

Berufsbezeichnung in englischer Sprache
Electrician

Berufsbezeichnungen in französischer Sprache
Electricien
Installateur électricien
Monteur en installations électriques

Weiterbildungs-möglichkeiten

In Deutschland:
Elektrotechnikermeister (umgspr. "Elektromeister")
Elektrotechniker (in diversen Fachrichtungen)
mit zusätzlichen Qualifikationen z.B. Ingenieur, Bachelor/Master

In der Schweiz:
Verkürzte Ausbildung in Verwandten Berufen Telematiker
Elektroplaner
Berufsprüfung
Elektro-Projektleiter
Elektro-Sicherheitsberater/in
Telematik-Projektleiter
höhere Fachprüfung
eidg. dipl. Elektroinstallateur
eidg. dipl. Elektroplaner
eidg. dipl. Telematiker/in
Studium
Techniker HF
Ingenieur FH (Berufsmatura oder bestandene Aufnahmeprüfung vorausgesetzt)

Quelle Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/
wiki/Elektroinstallateur


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