Kuratiekirche Schmachtenberg
1761 war die Kirche fertig. Seit dieser Zeit feiern bis heute die Schmachtenberger den Valentinstag.  Das Altarbild malte Johann Conrad Bechthold aus Aschaffenburg mit einer Valentinsdarstellung. Leider besteht kein Bild oder Zeichnung. Man hat es bei der Renovierung der Kirche 1919 mit seinen Insignien herausgefunden. Es ist übrigens derselbe Maler der die Kirche in Mönchberg ausmalte.
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Zwei Seitenaltäre wurden gleich nach der Einweihung in der Kirche aufgestellt. Doch klagte man sehr früh über die Enge in der Kirche, die nur bis zum heutigen Chor reichte. Es dauerte aber fast 100 Jahre, bis man  1866 mit einem Anbau an der Chorseite die Kirche vergrößerte. 

1888 sind die Altäre mit den Reliquien der hl. Märtyrer Magnus, Aurelius und Adeodata vom Hochwürdigen Bischof von Stein konsekriert worden.

Heute ist der Hauptaltar ohne Altarblatt, ein schöner Rokokoaufbau mit vier glatten Säulen und seitlichen Durchgängen. Die Seitenfiguren zeigen links St. Johannes der Evangelist und rechts St. Johannes Nepomuk. In der Mitte steht  auf dem Tabernakel St. Johannes der Täufer. Der Aufsatz zeigt  die Dreifaltigkeit in Wolkenglorie. Über dem  rechten Seitenaltar ist das Bild des Hl. Albinius, der eine Blinde heilt. Es ist nicht, wie vielfach angenommen wird, der heilige Valentin. Das Bild kam wahrscheinlich über die Pfarrei Röllbach nach  Schmachtenberg.

Das Bild über dem linken Seitenaltar zeigt die Madonna. Es wurde 1949 von Johannes Pfürtner aus Münnerstadt gemalt.  Im Chor hängt links eine Valentinsbüste. An der Brüstung der Empore ist eine Muttergottes- und eine Bischofstatue.

Die Inneneinrichtung musste man dem neuen geschaffenen Platz anpassen und konnte deshalb auch die Empore vergrößern und neue Bänke aufstellen. 

Sehenswert ist der 1920 erworbene holzgeschnitzte Kreuzweg des Würzburger Künstlers Heinz Schiestl. 

Kreuzweg des Würzburger Künstlers Heinz Schiestl.
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Kanzel. 
Polygoner Korpus, durch Pilaster in Felder geteilt. Auf dem Schalldeckel das Auge Gottes. Spätes 17. Jahrhundert. 
Chorgestühl. Um 1759.

1987 wurde die Kirche für 350.000 DM restauriert. Verantwortlich waren damals Pfarrer Aulbach und der Vorsitzende der Kirchenverwaltung Joachim Becker.


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Fotos von Karl Klingelbeck, Schmachtenberg
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